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Unsere gesäumten Zwerg-Paduaner

Recht interessant ist die Betrachtung alter Gemälde aus den vergangenen Jahrhunderten. Man sieht dort oft haubentragende Tiere in Gold und Silber schwarzgetupft mit mehr oder weniger unreiner Grundfarbe. Dies dürfte der Grundstein für die heute so beliebten, klar gesäumten Farbenschläge der Zwerg Paduaner sein.

 

Ende des 19.Jahrhunderts waren es, wie bei vielen anderen Rassen auch ,die Engländer, welche den Grundstein für diese Rasse und deren Farbenschläge legten. So zeigte der englische Züchter Entwistle in dieser Zeit bereits 10 Farbenschläge der Zwerg Paduaner und dabei waren auch Tiere in Chamois-weißgesäumt, Gold-schwarzgesäumt und Silber-schwarzgesäumt. Bei den restlichen Farbenschlägen handelt es sich einmal um die bekannten einfarbigen Schläge und es wurden auch die spalterbigen Tiere, wie z.B..Hermelinfarbig mit ausgestellt .Diese Tiere waren wie mit einem grauen Schleier überzogen und stammten vermutlich aus der Verpaarung von chamois-weißgesäumt und silber-schwarzgesäumt.

Zur Erzüchtung der gesäumten Farbenschläge der Zwerg Paduaner wurden Tiere der Großrasse und Sebright mit Ihrem klaren Saum verwendet.

 

Ab1910 wurden die ersten Zwerg Paduaner, im weißen Farbenschlag in Deutschland ausgestellt. Verfolgt man die Berichte der damaligen Zeit, so war es um die Zwerg Paduanerzucht recht still. Diese Zeit war doch mehr von großen Hühnerrassen geprägt, da die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund stand. Trotzdem etablierten sich auch die Farbenschläge der gesäumten Zwerg Paduaner und wurden bei der Gründung des Sondervereins 1924 in Leipzig mit in die zu betreuenden Rassen aufgenommen. Wie bei vielen anderen Rassen auch, zerstörte dann der 2.Weltkrieg den größten Teil der Zuchttierbestände. Danach wurde gezielt mit dem Wiederaufbau der verschiedenen Farbenschläge auch durch erneute Einkreuzungen begonnen. Der erste Farbenschlag der sich durchsetzen konnte und auch heute noch sehr gut verbreitet ist, sind die Chamois-weißgesäumten Tiere. Wesentlich schleppender ging die Verbesserung des Zuchtstandes bei Gold-schwarzgesäumt voran. Erst seit Anfang 1990 kann von einem hohen Zuchtstand mit solider Zuchtbasis gesprochen werden. Ähnlich erging es den Silber-schwarzgesäumt, wobei hier die momentane Zuchtbasis noch nicht als gefestigt anzusehen ist. Ein Gradmesser für den Zuchtstand und die Verbreitung von Farbenschlägen, ist die jährlich stattfindende Hauptsonderschau des für die Rasse zuständigen Sondervereins der Züchter der Seidenhühner und Zwerg Haubenhühner bei der die meisten der ernsthaften Züchter ausstellen. Dabei liegt die Meldezahl der Chamois-weißgesäumten zwischen 30 und 50 Tieren, während bei Gold-schwarzgesäumt ca.30 Tiere und bei Silber-schwarzgesäumt nur ca.20 Tiere ausgestellt werden. Zudem kommen dann die Gestruppten Varianten, welche in allen Farben anerkannt sind.

 

 

Beim Erwerb von Zuchttieren wird in erster Linie danach entschieden, welche Rasse und welcher Farbenschlag gefällt einem Interessenten am besten und habe ich die Voraussetzungen , eine Pflegeintensive Rasse zu züchten. Danach erfolgt die erste Nachzucht mit den Tieren meist in zu kleiner Stückzahl. Hat man nun einen gleichmäßig vererbenden Farbenschlag, wie Schwarz oder Weiß, bei dem alle Jungtiere äußerlich gleich aussehen, so sieht es bei gesäumten Tieren anders aus. Der endgültige Saum zeigt sich erst in der letzten Feder richtig, wodurch doch viele Zuchten recht schnell wieder aufgegeben werden. Dies muss unter Beachtung um die Regeln in der Vererbung dieser Farbenschläge nicht sein. Betrachten wir uns einmal die Standardbeschreibungen der gesäumten Zwerg Paduaner von vor ca.25 Jahren, wo in der Mustereschreibung nur stand, dass die Grundfarbe von einem gleichmäßigem Saum umgeben sein soll, was bedeuten würde, dass Hahn und Henne gleich gezeichnet sind, wie etwa bei den Sebright. Dies ist aber nicht so und deshalb wurden die Standards überarbeitet und konkretisiert. Dabei haben die Hennen bei Chamois-weißgesäumt eine ledergelbe Grundfarbe mit einem rahmweißen Saum und mir ist es lieber, die Grundfarbe ist etwas dunkler, als zu hell, da ständig gegen einen Farbschwund gegengesteuert werden muss. Bei Gold-schwarzgesäumt und Silber-schwarzgesäumt ist die Grundfarbe ein sattes Goldbraun, bzw. ein reines Silberweiß mit jeweils einem möglichst gleichmäßigem , breitem Saum, welcher nicht so schmal wie bei den Sebright sein darf.

 

Da der Columbiafaktor für eine reine Zeichnung sehr vorteilhaft ist, werden Hennen mit etwas Vorsaum in der Haube und im Halsbehang im Zuchtstamm mit verwendet und können auf Ausstellungen aber nur bis 94 Punkte erhalten, auch wenn sie nicht hundertprozentig dem Ideal entsprechen. Nicht zu verwenden gehen Hennen mit Moos in der Grundfarbe, was heißt, dass in der Zeichnungsfarbe, Chamois, Gold oder Silber, in der Saumfarbe zu finden sind. Um dieses so ideale und sehr attraktive Zeichnungsbild zu erhalten, ist der Hahn ein ganz wichtiges Kriterium. Auch wenn er anders gezeichnet ist, als die Hennen, ist dessen Zeichnung die Voraussetzung für einen korrekten Hennensaum. Die Farbe der Haube, des Sattelbehanges und der Sattelfedern beginnen am Grund in der Saumfarbe, also rahmweiß oder schwarz. Nach dem ersten Drittel in der Saumfarbe ist die Feder im wesentlichen in der Zeichnungsfarbe um dann wieder in der Saumfarbe am Federende abzuschließen, ohne einen Saum zu bilden .Die Schwanzfarbe ist in reiner Zeichnungsfarbe mit gleichmäßigem Saum möglichst bis in die Hauptsicheln. Hier werden allerdings Zugeständnisse gemacht, da es sehr schwierig ist, eine reine Schwanzfarbe bei allen Tieren zu bekommen. Als letztes kommt dann die eigentliche Säumung als Grundlage für die Hennen. Dafür gibt es drei Schwerpunkte und hier sei als erstes der Halsbehang genannt. Äußerlich nicht sichtbar, muss im oberen Schulterbereich, welcher vom Halsbehang verdeckt wird, eine klare Säumung vorhanden sein. Dazu kommen die Flügelbinden, die auch einen geschlossenen Saum aufweisen müssen und als dritter Schwerpunkt die Brustzeichnung.

 

Hier wird verlangt, dass der Saum von der Kehle bis in die Schenkel gleichmäßig und geschlossen ist und keine Halbmondzeichnung oder Vorsaum vorhanden ist. Der derzeitige Zuchtstand lässt hier keinen Spielraum und so müssen Hähne ohne diese Merkmale mit Punktabzügen rechnen. Nicht so entscheidend ist dabei die Breite des Saumes, da hier im Zuchtstamm auf Ausgleich angepaart werden kann und muss, denn es ist über Jahre hinweg nicht möglich, diese Farbenschläge mit einem Zuchtstamm auf hohem Niveau zu halten. Um für die Schauen entsprechend zu selektieren, sollte mit einer Anzahl von ca.80 Küken im Jahr gerechnet werden.

 

Natürlich darf die Form nicht vergessen werden, aber ohne eine gute Zeichnung nützt die beste Form nichts.

 

Zwerg Paduaner werden im Gewicht mit 900 Gramm beim 1,0 und 800 Gramm bei der 0,1 angegeben. Dieser Größenrahmen ist ideal für eine schöne gestreckte Form mit fließenden Übergängen. Besonders Hähne haben oft Probleme mit dem Schwanzübergang, welcher oft recht eckig wirkt und somit die Harmonie des Ganzen verloren geht. Verlangt wird des Weiteren ein mittelhoher Stand, was heißt, das die Schenkel unbedingt sichtbar sind.

Ein weiteres Hauptrassemerkmal ist der Kopf. Hier wird eine hochsitzende Protuberanz, womit die Schädelerhöhung gemeint ist, gefordert, Nur so ist es möglich, dass eine ungehinderte Sichtfreiheit zur Seite und nach vorn vorhanden ist. Hin und wieder gibt es noch Tiere mit zu flachen oder gar fehlenden Protuberanzen und dadurch zu wenig Sichtfreiheit. Diese Tiere können nur die Note o.B.(ohne Bewertungsnote erhalten, bei fehlenden Protuberanzen B) da sie für die Zucht nicht zu verwenden sind. Auch werden ab und zu Hähne ausgestellt, die starkes Kammfleisch zeigen. Bei dem erreichten hohen Zuchtstand wird dieses nicht toleriert und konsequent bestraft. Anders ist es bei den Kehllappen. Im Standard steht, dass diese klein und vom Bart verdeckt sein sollen. Dies heißt aber nicht, dass keine Kehllappen beim Hahn vorhanden sind und wenn diese etwas sichtbar sind, sollte dies toleriert werden. Bei der gestruppten Variante ist noch großzügiger zu verfahren, da bei ihnen alle Federn aufgestellt sein müssen. Der Bart stellt sich als ungeteilter Kinn-u. Backenbart dar und es ist auch darauf zu achten, dass er vorn nicht einschnürt, da diese Form des Bartes untypisch aussieht.

 

Sollten diese Zeilen ihr Interesse an den gesäumten Zwerg Paduanern geweckt haben wenden sie sich an den Sonderverein der Seidenhühner und Zwerg Haubenhühner, www.sv-silkiespolands.de. Hier stehen ihnen kompetente Züchter mit Rat und Tat zur Verfügung.

 

 

Norbert Niemeyer